Dauerhafte Haarentfernung
Ausführliche Informationen!
Wie funktioniert die dauerhafte Haarentfernung?
Die dauerhafte Haarentfernung kann an allen Körperstellen vollzogen werden, an denen keine Haare erwünscht sind. Hierbei wird das sichtbare Licht der "Xenon-Blitzlampe" wird über ein Glasprisma an die entsprechende Stelle auf der Haut gelenkt. Um die optimale Lichtübertragung zum Haar zu gewährleisten, wird vor der Behandlung eine dünne Gel-Schicht (vergleichbar mit dem Gel bei einer Ultraschalluntersuchung) auf die Haut aufgetragen. Der Handapplikator wird dann Stück für Stück über die gesamte Behandlungsfläche geführt. Die Haare enthalten Pigmente (Melanin) die das Licht bzw. die Energie absorbieren und in Wärme umwandeln. Das Haar leitet die Wärme bis an die Haarwurzel weiter und verödet die dort befindlichen Stammzellen (Träger der genetischen Information) und verhindert somit ein erneutes Nachwachsen des Haares. Da sich das Haar noch in der Haut befindet, dauert es 1-3 Wochen, bis die Haare abgestoßen sind und ausfallen.
Kann jeder die Behandlung in Anspruch nehmen?
Es kann nur dunkles Haar erfolgreich entfernt werden. Bei blonden bis grauweißem Haar schlägt die Therapie nicht an, sowie die Haut bei der Therapie nicht zu dunkel sein darf. Die optimale Voraussetzung ist also: Dunkles Haar und helle Haut!
Wie schmerzhaft ist die Behandlung?
Ja nach Körperregion ist es individuell unterschiedlich. Dazu kommt noch die Schmerzempfindlichkeit, die bei jedem Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Sie können von einem Zwicken und einem leichten erwärmen der Haut ausgehen.
Was ist zu beachten?
- Die Haare auf der zu behandelnden Hautfläche sollten einen Tag vor der Behandlung rasiert werden.
- Am Tag der Behandlung sollten Sie möglichst einen Saunagang, sowie akoholhaltige Hautpflegemittel und Parfum vermeiden.
- Bitte verzichten Sie 3 Wochen vor und nach der Behandlung auf das Epilieren, Zupfen und Wachsen der Haare.
- Auch auf intensie Sonneneinstrahlung / UV-Licht sollte in diesem Zeitraum verzichtet werden.
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Es werden zwischen 4 und 6 Behandlungen nötig, um eine komplett dauerhafte Haarentfernung zu gewährleisten. Zwischen jeder Behandlung sollte eine Pause von 6-10 Wochen liegen, da sich die Haare in verschiedenen Wachstumsphasen befinden. Es können pro Sitzung ca. 20-30% der Haare dauerhaft entfernt werden, da nur die Haare in der so genannten „Anagenphase“ (Wachstumsphase) auf die Behandlung ansprechen. Die übrigen Haare befinden sich in einem Ruhezustand, bzw. liegen unter der Hautoberfläche und lassen sich somit noch nicht entfernen, diese Haare werden aber nach und nach in die behandelbare Anagenphase eintreten und dann in den nachfolgenden Behandlungen entfernt werden. Dies ist auch der Grund für die 4 bis 6 Wiederholungen.
Nebenwirkungen / Wechselwirkungen
Nach der Behandlung kommt es zu einer leichten Rötung der Haut, die sich nach kurzer Zeit wieder normalisiert. Je dunkler die Haut ist, desto stärker ist die Rötung. Beim Einnehmen einiger lichtempfindlicher Medikamente kann es zu einer Pigmentstörung der behandelten Haut kommen. Es handelt sich hierbei um Medikamente wie: Antibiotika, Antidepressiva, Neuroleptica oder Johanneskraut. Bei Einnahme dieser Medikamente, sollte man erst 3 Wochen nach der letzten Medikamentenverabreichung mit der Behandlung beginnen, um so die Fleckenbildung der Haut zu vermeiden. Die selben Pigmentstörungen / Fleckenbildungen können auch durch intensive UV-Strahlung auf die behandelte Haut entstehen. Deshalb sollten Sie sich 3 Wochen vor, und 3 Wochen nach der Behandlung weder intensiver Sonnenstrahlung aussetzen, noch ins Solarium gehen. Patienten mit einer ausgeprägten Sonnenallergie können nicht behandelt werden. Schwangere sollten bis nach der Stillzeit mit der Behandlung warten.
Bedenken Sie unbedingt, diese Informationen ersetzen keine gründliche Beratung durch geschultes Fachpersonal!
Vergleich IPL2-Lichttechnologie und Laser
| EPILUX IPL2 | LASER |
|---|---|
| In der Haut können drei Zielchromophore (Elemente in unserem Körper, die durch Licht angesprochen werden) erhitzt werden: Melanin im Haar, Hämoglobin / Oxyhömoglobin (Blutfarbstoff) und Wasser. Der Erfolg der gezielten Zerstörung von bestimmten Chormophoren ist abhängig von: | |
| Der richtigen Wellenlänge ( EPILUX 600-950 nm, gestreutes Licht) | Laser : gebündeltes Licht mit nur einer Wellenlänge, z.Bsp. Ruby-Laser: 694 nm |
| Der richtigen Dauer des Impulses ( EPILUX 15-40ms ) | Laser: kurzer Impuls |
| Der richtigen Energie ( EPLIUX durchschnittlich 14 - 16 J/qcm) | Laser: 30 -40 J/qcm |
| Nebenwirkungen und Verträglichkeit der Systeme | |
| Bei IPL2 tritt nur eine äußerst geringe Gewebsbelastung auf. | Der Großteil der derzeit am Markt eingesetzten IPL-Systeme haben die Technik der ersten Generation, bei der noch das Wasser in der Haut erhitzt wird. Bei ca 20% der Laserbehandlungen treten massiv Schmerzen, Hautverbrennungen oder Narbenbildung auf. Beim Laser reicht die Impulszeit nicht aus, um das Haar mit Energie aufzuladen, es wird zur Explosion gebracht. Bei der schmerzhaften Laserbehandlung wird die Haut oft mit einem Lokal-Anästhetikum (Emla) betäubt, das allerdings eine gewisse Rückrflektion bewirkt (sinnvolle Lasereinsatzgebiete z.Bsp. bei Neurodermitis) |
| IPL2 nutzt das gesammte Lichtspektrum ( Frequenz des Lichts) vergleichbar mit 1 Mio. Farben des Regenbogens. |
Laser hat monochromatisches Licht mit kurzem Lichtimpuls, bildet also nur genau eine Farbe ab. Wenn diese Farbe das Melanin nicht anspricht muß die Energie erhöht werden. |
| Großer Aplikator und geringe Behandlungsdauer | Der Laserkopf ist nur so groß wie eine Kugelschreiberspitze, lange Behandlungszeit. |
